Satirische Filmkritik, Film-Satire, Kino-Satire – Zeitraffer.ch

Der weibliche Roboter will die bessere Maschine sein

Terminator: Rebellion der Maschinen

auch bekannt als: Rise of the machines Jahr: 2003
Regie: Jonathan Mostow mit: Arnold Schwarzenegger, Nick Stahl, Claire Danes

Der sensationelle Befund dieses Films platzt in unsere Computer-Welt wie eine Bombe: es gibt in der Welt der Maschinen Männchen und Weibchen! Und ganz klar wird auch: die Männchen sind die besseren Maschinen!

Die männliche Maschine ist informationsbezogen, sachlich und eine echte Hilfe. Ihr Sprachprogramm ist zwar nicht ausgereift, kann aber immerhin einen komplexen Zusammenhang darlegen. Die weibliche Maschine dagegen kann nicht einmal eine Pizza bestellen.

Hässlich, das ist wahr. Aber auch sachlich, nützlich: es muss ein Maschinen-Männchen sein.

Hässlich, das ist wahr. Aber auch sachlich, nützlich: es muss ein Maschinen-Männchen sein.

Ausserdem besteht sie aus lauter Schnick-Schnack-Zubehör, das im Endeffekt nichts bringt. Ihre beste Fähigkeit, beliebige Formen anzunehmen, nutzt die weibliche Maschine aus Maschinen-Eitelkeit so gut wie gar nicht, sondern stöckelt immerzu als Super-Modell im roten Kostüm herum. Maschinen-Weibchen sind zudem diebisch und klauen Pistolen von Polizisten, obwohl sie selber nichts anderes als eine Superwaffe sind. Während die Männchen stoisch und emotionslos bleiben, reagieren Weibchen bei vorläufigen Siegen mit einem triumphalen Lächeln, und bei mittleren Niederlagen trotzig: «Dir zeig’ ich’s noch!» Bei endgültigen Niederlagen geraten sie ausser sich und brüllen wie Tiere.

Sieht schön aus, bietet aber nur Schnickschnack: das Maschinen-Weibchen

Sieht schön aus, bietet aber nur Schnickschnack: das Maschinen-Weibchen

Maschinen beiderlei Geschlechts zeigen eine ausgeprägte Neigung, andere Maschinen zu besteigen (vor allem, wenn sie Räder oder Flügel haben), was wohl eine Art Maschinen-Sex darstellt. Das Weibchen bevorzugt dabei die grössten Modelle.

Natürlich willst du nun vor allem eines wissen: ist mein PC ein Männchen oder ein Weibchen? Mit Kenntnis der beschriebenen Merkmale lässt sich das leicht feststellen. Starte das Suchprogramm und gib einen Suchbegriff ein. Liefert dein PC anstandslos gültige Resultate, ist es ein Männchen. Reagiert er aber gar nicht und klaut den Suchbegriff weg, oder schlägt er einen besseren oder einen schöneren Suchbegriff vor, oder liefert er bei deinem Insistieren auf dem ersten Begriff beleidigt übertrieben viele, zweifelhafte Resultate, ist es ein Weibchen. Wenn alle diese Reaktionen zutreffen, ist dein PC ein Maschinen-Superweib, das morgen deinen Staubsauger besteigen und deine Wohnung zu einem Schrottplatz machen wird.

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Madma • 16. Juni 2003


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